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Messe­vorbericht PMRExpo – Alle Gefahren­meldeanlagen zentral über­wachen und steuern

VOMATEC zeigt auf der PMR Expo System­­lösungen, die Arbeits­prozesse hoche­ffizient machen und für mehr Sicherheit im Betrieb sorgen

Ein hoher Sicherheitsstandard, effiziente Arbeitsprozesse, geschützte Werte und Mitarbeiter – ARIGON® PLUS ist so konzipiert, dass Werksicherheit, Werk- und Berufsfeuerwehr mit einer einzigen Plattform alle Aufgaben und Funktionen zentral steuern und koordinieren können.

Alle GMA-Elemente können zentral über die Sicherheits- und Leitstellensoftware gemanagt werden. So besteht zu jeder Zeit eine Übersicht über alle Melder und Kameras, inklusive deren Status. Werkschutz und Werkfeuerwehr können sich Alarme der Brand- und Einbruchmeldeanlagen anzeigen und diese grafisch in einer Karte darstellen lassen – und das herstellerübergreifend.

Flexibel lässt sich Fremdhardware an ARIGON PLUS anbinden, automatisiert lassen sich Schaltaufträge inklusive der Rückschaltungen durchführen. Meldungseingänge, Geräte und Materialien, Personal und Fuhrpark können übersichtlich und redundanzfrei verwaltet werden. Fällige Prüfungen und andere Termine können leicht überwacht, Geräte- und Fahrzeugprüfungen dokumentiert werden. Reports, Berichte und Statistiken erstellt das System mit wenigen Klicks. Anschließend können diese schnell und gesammelt per E-Mail verteilt werden.

Die Sicherheits- und Leitstellensoftware ARIGON PLUS lässt sich dank des modularen Aufbaus optimal einstellen – von der kleinen Einzelanwendung bis hin zur übergreifenden Gesamtlösung.

Lassen Sie sich ARIGON® PLUS live präsentieren und besuchen Sie uns auf der PMR Expo in Köln: Halle 10.2, Stand B05!   

Neben der Sicherheits- und Leitstellensoftware ARIGON PLUS zeigen wir Ihnen RescueWave®, die digitale Systemlösung für Sichtung, Lageüberblick und Transportorganisation

www.vomatec.de     www.rescuewave.de    

 

zum Download:

Die Lage überblicken – noch bevor die Einsatz­kräfte vor Ort sind

Die Lage überblicken – noch bevor die Einsatzkräfte vor Ort sind

Es ist 21 Uhr, das Stadtfest ist im vollen Gange. Tausende Besucher, Zelte, Essensstände, Karussells verteilen sich auf dem großen Festplatz. Die nahenden schwarzen Wolken nimmt kaum jemand wahr. Der Orkan trifft die Menschenmenge völlig unvorbereitet. Er reißt Zelte mit sich, wirbelt Gegenstände herum. Der Strom fällt aus, Panik bricht aus, niemand überblickt die Zahl der Verletzten.

„Bei solchen Großschadenslagen, die sich über eine größere Fläche verteilen, können wir kaum das Ausmaß der Lage erfassen“, sagt Frank Hachemer, Präsident des Landesfeuerwehrverbands Rheinland-Pfalz. „Erkundungen sind aufwändig und langwierig, so dass erst mit großem Zeitverzug ein ausreichendes Lagebild vorliegt und wir erst spät Strategien zur Schadensbewältigung erarbeiten können.“

Alle verfügbaren Informationen werden zentral gesammelt und aggregiert

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik und dem Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz erforschte VOMATEC daher eine Systemlösung, mit der die Zeit zwischen dem Schadensereignis und den ersten zielgerichteten Rettungsmaßnahmen verkürzt werden soll. Durch die Anbindung verschiedener Quellen wird eine zentrale Datenbasis geschaffen. Darin fließen institutionelle Daten und solche aus öffentlich zugänglichen Quellen ein, beispielsweise Einwohnerzahlen in betroffenen Gebieten, Besucherzahlen oder Events aus Sozialen Medien.

„Diese Daten untersucht das System dann auf einsatzrelevante Zusammenhänge. Sie werden miteinander in Verbindung gebracht, um Maßnahmenvorschläge unterschiedlicher Priorisierung zu generieren und damit den beteiligten Akteuren sinnvolle Hinweise zu geben, die sie als Entscheidungsgrundlage nutzen können – noch bevor die Einsatzkräfte die Lage vor Ort umfangreich erkundet haben“, so Dr. Stephan Heuer, Geschäftsführer und Forschungsleiter bei VOMATEC. Einzelne, kurz aufeinanderfolgende Einsätze und alle verfügbaren und am Einsatz beteiligten Fahrzeuge werden in einer Karte angezeigt. Über verschiedene Kartendienste lassen sich zum Beispiel Naturschutz- oder Überschwemmungsgebiete, Stromleitungen oder Webcams einblenden. Das System kann also das vorhandene Einsatzmanagementsystem ergänzen und Disponenten, Einsatz- und Führungskräfte vor Ort unterstützen. Abstimmungen reduzieren sich, Lageerkundungen laufen schneller ab, die notwendigen Rettungsmittel und Ressourcen stehen frühzeitig für den Einsatz vor Ort zur Verfügung.

„Einsatz- und Führungskräften wollen wir intelligente Instrumente und zuverlässige Strategien an die Hand geben, mit denen sie Großschadensereignisse besser und schneller bewältigen können“, so Heuer zum Ziel des Forschungsprojekts.

Am Forschungsprojekt PROMPT arbeiteten VOMATEC aus Bad Kreuznach, das Ernst-Mach-Institut des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik (EMI), der Landesfeuerwehrverband, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH aus Duisburg und das Polizeipräsidium Westpfalz aus Kaiserslautern.

Gefördert hat das drei Jahre dauernde Projekt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“.

Eine Kurzbeschreibung zum Forschungsprojekt PROMPT (Programmatische Auswahl von Sofortmaßnahmen für die Einsatzdisposition bei Großschadensereig­nissen) findet sich unter: https://www.sifo.de/files/Projektumriss_PROMPT.pdf

„Eine vielversprechende Technologie – wir sind gespannt!“

Digitalisierung statt Zettelwirtschaft: Die Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen erprobt eine neue Technologie zur effizienten Bewältigung von Großschadenslagen

Elektronische Sichtungsgeräte statt Patientenanhängekarten, modernste Software statt Kladden und Handnotizen – die Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen plant einen wichtigen Schritt in ihrer Digitalisierungsstrategie: Getestet wird das elektronische System RescueWave, mit dem sich Einsatz- und Führungskräfte bei Großschadenslagen einen besseren Überblick der Lage verschaffen, Betroffene gesichtet und letztendlich Verletzte schneller versorgt werden können. Alle Daten werden digital erfasst, damit die Einsatzverantwortlichen zu jeder Zeit die aktuelle Zahl der Betroffenen, die Schwere der Verletzungen sowie den Transportstatus in die Kliniken im Blick haben.

„Unser Ziel ist es, zukünftig die Potentiale neuer Technologien auch im Einsatz zu nutzen“, sagt Dr. Kirstin Eisenhauer, Abteilungsleiterin Technische Dienste bei der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen. Großschadenslagen – also Massenkarambolagen oder Zugunglücke  – stellen für Einsatz- und Führungskräfte immer eine enorme Herausforderung dar. In der ersten Phase solcher Einsätze ist es wichtig, sich schnell einen Überblick darüber zu verschaffen, wie viele Menschen betroffen sind, wo sich diese befinden und wie das Ausmaß der individuellen Verletzungen ist. Es gilt nun, die chaotische Lage so schnell wie möglich zu erkunden und zu beurteilen. Umgehend müssen die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden – basierend auf der Entscheidung, welche Patienten priorisiert versorgt und als erstes transportiert werden müssen.  

„Im Rahmen des Pilotprojekts prüfen wir, inwieweit die üblichen Patientenanhängekarten durch die neue Technologie sinnvoll ersetzt werden kann“, so Eisenhauer. „Wir verfolgen damit das Ziel, die Sichtung und die Versorgung der Verletzten zu beschleunigen und schneller ein aussagekräftiges Lagebild, auch an unübersichtlichen Einsatzstellen, erhalten zu können. So könnten wir wertvolle Zeit sparen.“

Und so funktioniert die Unterstützung durch RescueWave an der Einsatzstelle: Bei einer Großschadenslage hängen die ersteintreffenden Einsatzkräfte den Geschädigten je ein Sichtungsgerät (RescueNode) um und schalten es ein. Sofort sind die Betroffenen registriert, ihr Standort wird drahtlos an die Einsatzführungssoftware übertragen. Danach erfolgt die Sichtung der Patienten: Der Drehschalter am Gerät wird je nach Sichtungskategorie auf die entsprechende Position gestellt. In Echtzeit können Ärzte, Einsatz- und Abschnittsleiter auf Tablets und im Einsatzleitwagen sehen, wo es wie viele Betroffene und Verletzte welcher Sichtungskategorie gibt. Die Verantwortlichen des Einsatzes wissen nun genau, wer priorisiert behandelt werden muss und, dank GPS-Lokalisierung, wo genau sich die Personen befinden.

Die Führungskräfte überblicken die aktuelle Zahl der Betroffenen, deren momentane Sichtungskategorien und den Transportstatus; so kann die dynamische Lageentwicklung verfolgt werden. Automatisch erstellte Statistiken werden laufend aktualisiert, mit wenigen Klicks können die Verletzten auf Rettungsmittel und Kliniken zugeteilt werden. Medizinische Erstmaßnahmen werden dokumentiert, Transport- und Suchdienstinformationen aufgenommen. Einsatzkräfte können also schneller die wichtigen Entscheidungen treffen und Maßnahmen in die Wege leiten. Das speziell für RescueWave entwickelte Funknetz baut sich ad hoc auf, ist autark von anderen Netzen und resilient bei abgelegenen Lagen sowie beim Ausfall normaler Kommunikationswege wie zum Beispiel Mobilfunk. Die Führungskräfte erhalten während des gesamten Einsatzes die aktuellsten Daten.

Zum Start des Pilotprojekts wurden die beiden Einsatzleitwagen mit den technischen Komponenten des RescueWave-Systems ausgestattet. Zum Lieferumfang gehören außerdem 40 elektronische Sichtungsgeräte, vier Tablets und Ausbildungen am System, bestehend aus Präsenz- und E-Learning-Schulungen. „Wir planen umfangreiche Schulungen und Erprobungen im Rahmen der 30-Stunden-Fortbildung 2020“, so Daniel Hüwe, stellvertretender Referatsleiter bei der Feuerwehr Gelsenkirchen. „Im Rahmen einer Verwaltung 4.0 wollen wir bestehende Prozesse im Aufgabenspektrum der Feuerwehr und des Rettungsdiensts digitalisieren und so einen Mehrwert generieren.“

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