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Rescue.CoronaAkut

Kostenlose COVID-19-Krisenstabssoftware für Landkreise und kreisfreie Städte

Bettenkapazitäten, Krankheitsstand, häusliche Quarantäne:

Zentrale Corona-Software verschafft Krisenstäben und Gesundheitsämtern  Live-Lageüberblick

Informationen in Echtzeit, Live-Überblick über die Lage, eine effiziente Verwaltung von Patienten – über das digitale System Rescue.CoronaAkut können Krisenstäbe, Gesundheitsämter und Leitstellen alle entscheidungsrelevanten Informationen einsehen, um notwendige Entscheidungen schnell treffen und Patienten entsprechend der Bettenkapazitäten in Kliniken zuteilen zu können. Alle aktuellen Zahlen, Daten und Fakten sind für jede Stelle stets zentral zugriffsbereit und verfügbar. Die Webanwendung steht Landkreisen und kreisfreien Städten für die Dauer der Corona-Krise kostenlos zur Verfügung.

In Rescue.CoronaAkut wird die aktuelle Meldekette digital abgebildet: von positiv getesteten Patienten über ihren Verbleib in den Kliniken bzw. die Intensivbehandlungen bis hin zu den Örtlichkeiten wie Fieberambulanz, Drive In, Krankenhaus oder häusliche Quarantäne. Alle pandemierelevanten Schritte werden übersichtlich in georeferenzierten Karten dargestellt. Auch die Bettenkapazitäten werden, entsprechend der Zuteilung auf die Kliniken, in Echtzeit aufgezeigt. Der Krisenstab erhält somit alle wichtigen Fakten; das Gesundheitsamt, die Leitstelle und Politiker sehen live und übersichtlich alle relevanten Zahlen und Daten.

Zur Nutzung der Software ist keine Hardware nötig, die Webanwendung kann einfach von vorhandenen PCs oder mobilen Geräten mit Internetzugriff bedient werden. Die Datenverwaltung kann sicher und geschützt abgewickelt werden.

 

Rescue.CoronaAkut beinhaltet unter anderem:

für Lageüberblick und -Dokumentation:

  • Wie viele Patienten gibt es in den verschiedenen Kategorien (leichte oder schwere Symptomatik, intensivpflichtig oder stationär aufgenommen, …)
  • Wer und wie viele Menschen sind wieder genesen, wie viele verstorben?
  • Wer wird wo behandelt, wer befindet sich wo in Quarantäne?
  • Gibt es Quarantäne-Hotspots, z.B. in einem bestimmten Viertel oder Stadtteil?

zur Ressourcenübersicht:

  • Wie sind die Behandlungskapazitäten in allen Kliniken und (Not-)Krankenhäusern (v.a. an Intensivbetten und Beatmungsgeräten)?
  • Welche Transportmittel stehen wo zur Verfügung, welche sind im Einsatz?
  • Wer muss mit welchen Transportmitteln wohin transportiert werden?
  • Welche Kräfte sind innerhalb des Krisenstabs verfügbar?

Die Nutzer werden per Online-Seminar in das System eingewiesen und im weiteren Verlauf bei Fragen unterstützt. Die technische Projektierung, die Installation, die Einrichtung der Zugänge zum System und der Zugang zum Webservice für die verantwortlichen Stellen sind ebenfalls inklusive. Auf Wunsch werden bestehende Datensätze importiert.

 

Interessiert?

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir zeigen Ihnen das System gerne anhand einer Onlinedemonstration mit anschließendem Beratungsgespräch: https://rescuewave.de/corona/

 

Hinweis:

Projektierungen können so lange durchgeführt werden, wie Personalkapazitäten verfügbar sind. Die Anfragen werden bei Verschärfung der Lage ggf. auch nach Hot-Spot-Notwendigkeit abgearbeitet. Gerne informieren wir Sie über den aktuellen Stand.

 

Downloads:

PRESSEMITTEILUNG

SOFTWARE-SCREENSHOT_ZUTEILUNG

SOFTWARE-SCREENSHOT_KARTE

SOFTWARE-SCREENSHOT_PATIENTENLISTE

SOFTWARE-SCREENSHOT_KRANKENHAUS-MANAGEMENT_KAPAZITÄTEN

 PROJEKTBESCHREIBUNG

USE CASE INDUSTRIE

 

Wie die Digitalisierung die Einsatzleitung revolutioniert – Vorbericht zu RETTmobil und INTERSCHUTZ 2020

Wie die Digitalisierung die Einsatzleitung revolutioniert

Die digitale Systemlösung RescueWave® ersetzt Handnotizen, BOS-Funk, Patientenanhängetaschen und Lagekarten durch ein zentrales MANV-Management-System. Einsatz- und Führungskräfte überblicken sofort die Lage, können Prozesse beschleunigen – und damit Menschenleben retten.

Massenanfall von Verletzten, Amoklauf, Terroranschlag, Großunfall: Als zentrales Instrument kann das Einsatzführungssystem RescueWave in Ausnahmesituationen den Sichtungsprozess beschleunigen, von Einsatzbeginn an zuverlässige Lageinformationen liefern und dafür sorgen, dass Patienten priorisiert versorgt werden. Es hilft dank digitaler Technologien dabei, die Transportorganisation schneller und zielgerichteter ablaufen zu lassen. Vorhandene Ressourcen können effizienter eingesetzt und Kräfte besser frei gemacht werden für die Rettung von Menschenleben.

Statt der häufig immer noch verwendeten Patientenanhängekarten erhält jeder Betroffene im ersten Schritt ein elektronisches Sichtungsgerät – das einzigartige Rescue.Node. Jeder einzelne ist somit automatisch registriert und mittels GPS lokalisiert. Im Einsatzleitwagen und auf mobilen Einsatztablets sehen die Führungskräfte sofort, wie viele Verletzte und Betroffene vor Ort sind, und wo sie sich aktuell befinden. Die am Rescue.Node dokumentierte individuelle Sichtung wird augenblicklich per Funk an die Rescue.App übertragen, die Führungskräfte überblicken die Lage in Echtzeit. Zusätzlich kann am Gerät eine Transportpriorität eingestellt werden. So ist ersichtlich, wer priorisiert behandelt und transportiert werden muss. Durch die fortlaufende aktuelle Lageerkundung können die Kräfte folgerichtig beurteilen und Lagebesprechungen schnell und zielgerichtet durchführen. Auf einer Lagekarte sehen sie Standort und Status der Betroffenen, als zentrales Führungsinstrument gibt die Live-Statistik in der Rescue.App einen sofortigen Überblick: zur aktuellen Zahl der Betroffenen, wie diese sich auf die Sichtungskategorien aufteilen, ob kritische Patienten bereits transportiert wurden.

Verletzte können mit nur wenigen Klicks auf Rettungsmittel und Kliniken zugeteilt und Transportaufträge direkt ausgedruckt werden. Medizinische Erstmaßnahmen können dokumentiert sowie Transport- und Suchdienstinformationen aufgenommen werden. Über die Tablets können etwa Bilder des Patienten und medizinische Daten in seiner elektronischen Akte ergänzt werden. Mit der Schnittstelle Rescue.API können außerdem Bettennachweise versorgt und Krankenhäuser benachrichtigt werden. Den Verantwortungsträgern stehen valide Daten, Zahlen und Fakten von Beginn der Lage an zur Verfügung – für Besprechungen im Stab, für Pressestatements, um Angehörige, Politiker und Öffentlichkeit schnell informieren zu können. Einsatz- und Lagedaten aus dem MANV können über die Schnittstelle von Beginn an auch anderen Anwendungen zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise für Krisenstäbe oder Einsatzdokumentationssysteme.

Das speziell für das System entwickelte Funknetz Rescue.RAN baut sich ad-hoc auf, ist autark von Mobilfunk- und BOS-Netzen – also auch einsatzfähig bei abgelegenen Lagen sowie beim Ausfall normaler Kommunikationswege. Die Fahrzeuge vernetzen sich automatisch, auch über Organisationsgrenzen hinweg.

Erforscht und entwickelt wurde RescueWave gemeinsam mit ITK Engineering aus Rülzheim und antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB aus Köln.

 

RescueWave Live-Präsentationen
RETTmobil: Halle D, Stand 1012 | INTERSCHUTZ: Halle 16, Stand K15
Neben der digitalen Systemlösung RescueWave zeigen wir Ihnen auf der Interschutz die Sicherheits- und Leitstellensoftware ARIGON PLUS.

Vereinbaren Sie einen individuellen Gesprächstermin mit uns unter: https://vomatec.de/messekontakt!

INTERSCHUTZ: Zentrale Softwaresysteme für Einsatzabwicklung, Verwaltung und Sicherheit

Wie die Vernetzung aller sicherheitsrelevanten Bereiche für schnellere Abläufe und mehr Schutz sorgen kann

Ein System, das alle Bereiche miteinander vernetzt: Arbeitsprozesse und Mitarbeiter, Einsatzkräfte und Zentrale, Gefahrenmeldeanlagen und Sicherheitssysteme. ARIGON®PLUS ist so konzipiert, dass Werksicherheit, Katastrophenschutz und Feuerwehren mit einer einzigen Plattform alle Aufgaben und Funktionen zentral steuern und koordinieren können.

Wie können Abläufe im Einsatzgeschehen beschleunigt und verbessert werden? Wie erhält man zu jeder Zeit die Übersicht über alle Melder und Kameras sowie deren Status? Und wie lassen sich Alarme, Störungen und Meldungen so darstellen, dass man sie sofort überblickt? Mit dem modular aufgebauten Sicherheitsmanagementsystem ARIGON PLUS können alle Anlagen und Systeme herstellerunabhängig vernetzt werden. Die Software hält eine Übersicht über Melder und Kameras bereit, Alarme, Störungen und Meldungen können angezeigt und grafisch in einer Karte dargestellt werden. Im Einsatzfall sorgt eine intelligente Verarbeitung von Systemzuständen und aktuellen Daten dafür, dass schneller reagiert werden kann.

Gleichzeitig werden alle Abläufe in ARIGON PLUS dokumentiert, Meldungseingänge, Geräte und Materialien, Personal und Fuhrpark können übersichtlich verwaltet sowie Geräte- und Fahrzeugprüfungen zentral dokumentiert werden. Berichte zu Übungen und Einsätzen, Statistiken zu Materialien und Personen erstellt das System mit nur wenigen Klicks.

Das Sicherheitsmanagementsystem ARIGON PLUS zeigt, wie eine zentrale Vernetzung dafür sorgen kann, dass Arbeitsprozesse effizienter und der Sicherheitsstandard erhöht werden kann. Das sorgt letztendlich für mehr Schutz von Menschen und Werten – und stellt damit die optimale, maßgefertigte Lösung für Industrie- und KRITIS-Unternehmen, Feuerwehren und Behörden dar.

ARIGON PLUS Live-Präsentationen auf der INTERSCHUTZ: Halle 16, Stand K15!  Termine unter: https://vomatec.de/messekontakt   

Neben der Sicherheits- und Leitstellensoftware ARIGON PLUS zeigen wir Ihnen RescueWave®, die digitale Systemlösung für Sichtung, Lageüberblick und Transportorganisation.

Produktinfos online:    https://vomatec.de/produkte-loesungen/#arigonplus

Ausstellerinfos:             https://www.interschutz.de/aussteller/vomatec-innovations/N1419238

zum Download:

Messe­vorbericht PMRExpo – Alle Gefahren­meldeanlagen zentral über­wachen und steuern

VOMATEC zeigt auf der PMR Expo System­­lösungen, die Arbeits­prozesse hoche­ffizient machen und für mehr Sicherheit im Betrieb sorgen

Ein hoher Sicherheitsstandard, effiziente Arbeitsprozesse, geschützte Werte und Mitarbeiter – ARIGON® PLUS ist so konzipiert, dass Werksicherheit, Werk- und Berufsfeuerwehr mit einer einzigen Plattform alle Aufgaben und Funktionen zentral steuern und koordinieren können.

Alle GMA-Elemente können zentral über die Sicherheits- und Leitstellensoftware gemanagt werden. So besteht zu jeder Zeit eine Übersicht über alle Melder und Kameras, inklusive deren Status. Werkschutz und Werkfeuerwehr können sich Alarme der Brand- und Einbruchmeldeanlagen anzeigen und diese grafisch in einer Karte darstellen lassen – und das herstellerübergreifend.

Flexibel lässt sich Fremdhardware an ARIGON PLUS anbinden, automatisiert lassen sich Schaltaufträge inklusive der Rückschaltungen durchführen. Meldungseingänge, Geräte und Materialien, Personal und Fuhrpark können übersichtlich und redundanzfrei verwaltet werden. Fällige Prüfungen und andere Termine können leicht überwacht, Geräte- und Fahrzeugprüfungen dokumentiert werden. Reports, Berichte und Statistiken erstellt das System mit wenigen Klicks. Anschließend können diese schnell und gesammelt per E-Mail verteilt werden.

Die Sicherheits- und Leitstellensoftware ARIGON PLUS lässt sich dank des modularen Aufbaus optimal einstellen – von der kleinen Einzelanwendung bis hin zur übergreifenden Gesamtlösung.

Lassen Sie sich ARIGON® PLUS live präsentieren und besuchen Sie uns auf der PMR Expo in Köln: Halle 10.2, Stand B05!   

Neben der Sicherheits- und Leitstellensoftware ARIGON PLUS zeigen wir Ihnen RescueWave®, die digitale Systemlösung für Sichtung, Lageüberblick und Transportorganisation

www.vomatec.de     www.rescuewave.de    

 

zum Download:

Die Lage überblicken – noch bevor die Einsatz­kräfte vor Ort sind

Die Lage überblicken – noch bevor die Einsatzkräfte vor Ort sind

Es ist 21 Uhr, das Stadtfest ist im vollen Gange. Tausende Besucher, Zelte, Essensstände, Karussells verteilen sich auf dem großen Festplatz. Die nahenden schwarzen Wolken nimmt kaum jemand wahr. Der Orkan trifft die Menschenmenge völlig unvorbereitet. Er reißt Zelte mit sich, wirbelt Gegenstände herum. Der Strom fällt aus, Panik bricht aus, niemand überblickt die Zahl der Verletzten.

„Bei solchen Großschadenslagen, die sich über eine größere Fläche verteilen, können wir kaum das Ausmaß der Lage erfassen“, sagt Frank Hachemer, Präsident des Landesfeuerwehrverbands Rheinland-Pfalz. „Erkundungen sind aufwändig und langwierig, so dass erst mit großem Zeitverzug ein ausreichendes Lagebild vorliegt und wir erst spät Strategien zur Schadensbewältigung erarbeiten können.“

Alle verfügbaren Informationen werden zentral gesammelt und aggregiert

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik und dem Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz erforschte VOMATEC daher eine Systemlösung, mit der die Zeit zwischen dem Schadensereignis und den ersten zielgerichteten Rettungsmaßnahmen verkürzt werden soll. Durch die Anbindung verschiedener Quellen wird eine zentrale Datenbasis geschaffen. Darin fließen institutionelle Daten und solche aus öffentlich zugänglichen Quellen ein, beispielsweise Einwohnerzahlen in betroffenen Gebieten, Besucherzahlen oder Events aus Sozialen Medien.

„Diese Daten untersucht das System dann auf einsatzrelevante Zusammenhänge. Sie werden miteinander in Verbindung gebracht, um Maßnahmenvorschläge unterschiedlicher Priorisierung zu generieren und damit den beteiligten Akteuren sinnvolle Hinweise zu geben, die sie als Entscheidungsgrundlage nutzen können – noch bevor die Einsatzkräfte die Lage vor Ort umfangreich erkundet haben“, so Dr. Stephan Heuer, Geschäftsführer und Forschungsleiter bei VOMATEC. Einzelne, kurz aufeinanderfolgende Einsätze und alle verfügbaren und am Einsatz beteiligten Fahrzeuge werden in einer Karte angezeigt. Über verschiedene Kartendienste lassen sich zum Beispiel Naturschutz- oder Überschwemmungsgebiete, Stromleitungen oder Webcams einblenden. Das System kann also das vorhandene Einsatzmanagementsystem ergänzen und Disponenten, Einsatz- und Führungskräfte vor Ort unterstützen. Abstimmungen reduzieren sich, Lageerkundungen laufen schneller ab, die notwendigen Rettungsmittel und Ressourcen stehen frühzeitig für den Einsatz vor Ort zur Verfügung.

„Einsatz- und Führungskräften wollen wir intelligente Instrumente und zuverlässige Strategien an die Hand geben, mit denen sie Großschadensereignisse besser und schneller bewältigen können“, so Heuer zum Ziel des Forschungsprojekts.

Am Forschungsprojekt PROMPT arbeiteten VOMATEC aus Bad Kreuznach, das Ernst-Mach-Institut des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik (EMI), der Landesfeuerwehrverband, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH aus Duisburg und das Polizeipräsidium Westpfalz aus Kaiserslautern.

Gefördert hat das drei Jahre dauernde Projekt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“.

Eine Kurzbeschreibung zum Forschungsprojekt PROMPT (Programmatische Auswahl von Sofortmaßnahmen für die Einsatzdisposition bei Großschadensereig­nissen) findet sich unter: https://www.sifo.de/files/Projektumriss_PROMPT.pdf

„Eine vielversprechende Technologie – wir sind gespannt!“

Digitalisierung statt Zettelwirtschaft: Die Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen erprobt eine neue Technologie zur effizienten Bewältigung von Großschadenslagen

Elektronische Sichtungsgeräte statt Patientenanhängekarten, modernste Software statt Kladden und Handnotizen – die Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen plant einen wichtigen Schritt in ihrer Digitalisierungsstrategie: Getestet wird das elektronische System RescueWave, mit dem sich Einsatz- und Führungskräfte bei Großschadenslagen einen besseren Überblick der Lage verschaffen, Betroffene gesichtet und letztendlich Verletzte schneller versorgt werden können. Alle Daten werden digital erfasst, damit die Einsatzverantwortlichen zu jeder Zeit die aktuelle Zahl der Betroffenen, die Schwere der Verletzungen sowie den Transportstatus in die Kliniken im Blick haben.

„Unser Ziel ist es, zukünftig die Potentiale neuer Technologien auch im Einsatz zu nutzen“, sagt Dr. Kirstin Eisenhauer, Abteilungsleiterin Technische Dienste bei der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen. Großschadenslagen – also Massenkarambolagen oder Zugunglücke  – stellen für Einsatz- und Führungskräfte immer eine enorme Herausforderung dar. In der ersten Phase solcher Einsätze ist es wichtig, sich schnell einen Überblick darüber zu verschaffen, wie viele Menschen betroffen sind, wo sich diese befinden und wie das Ausmaß der individuellen Verletzungen ist. Es gilt nun, die chaotische Lage so schnell wie möglich zu erkunden und zu beurteilen. Umgehend müssen die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden – basierend auf der Entscheidung, welche Patienten priorisiert versorgt und als erstes transportiert werden müssen.  

„Im Rahmen des Pilotprojekts prüfen wir, inwieweit die üblichen Patientenanhängekarten durch die neue Technologie sinnvoll ersetzt werden kann“, so Eisenhauer. „Wir verfolgen damit das Ziel, die Sichtung und die Versorgung der Verletzten zu beschleunigen und schneller ein aussagekräftiges Lagebild, auch an unübersichtlichen Einsatzstellen, erhalten zu können. So könnten wir wertvolle Zeit sparen.“

Und so funktioniert die Unterstützung durch RescueWave an der Einsatzstelle: Bei einer Großschadenslage hängen die ersteintreffenden Einsatzkräfte den Geschädigten je ein Sichtungsgerät (RescueNode) um und schalten es ein. Sofort sind die Betroffenen registriert, ihr Standort wird drahtlos an die Einsatzführungssoftware übertragen. Danach erfolgt die Sichtung der Patienten: Der Drehschalter am Gerät wird je nach Sichtungskategorie auf die entsprechende Position gestellt. In Echtzeit können Ärzte, Einsatz- und Abschnittsleiter auf Tablets und im Einsatzleitwagen sehen, wo es wie viele Betroffene und Verletzte welcher Sichtungskategorie gibt. Die Verantwortlichen des Einsatzes wissen nun genau, wer priorisiert behandelt werden muss und, dank GPS-Lokalisierung, wo genau sich die Personen befinden.

Die Führungskräfte überblicken die aktuelle Zahl der Betroffenen, deren momentane Sichtungskategorien und den Transportstatus; so kann die dynamische Lageentwicklung verfolgt werden. Automatisch erstellte Statistiken werden laufend aktualisiert, mit wenigen Klicks können die Verletzten auf Rettungsmittel und Kliniken zugeteilt werden. Medizinische Erstmaßnahmen werden dokumentiert, Transport- und Suchdienstinformationen aufgenommen. Einsatzkräfte können also schneller die wichtigen Entscheidungen treffen und Maßnahmen in die Wege leiten. Das speziell für RescueWave entwickelte Funknetz baut sich ad hoc auf, ist autark von anderen Netzen und resilient bei abgelegenen Lagen sowie beim Ausfall normaler Kommunikationswege wie zum Beispiel Mobilfunk. Die Führungskräfte erhalten während des gesamten Einsatzes die aktuellsten Daten.

Zum Start des Pilotprojekts wurden die beiden Einsatzleitwagen mit den technischen Komponenten des RescueWave-Systems ausgestattet. Zum Lieferumfang gehören außerdem 40 elektronische Sichtungsgeräte, vier Tablets und Ausbildungen am System, bestehend aus Präsenz- und E-Learning-Schulungen. „Wir planen umfangreiche Schulungen und Erprobungen im Rahmen der 30-Stunden-Fortbildung 2020“, so Daniel Hüwe, stellvertretender Referatsleiter bei der Feuerwehr Gelsenkirchen. „Im Rahmen einer Verwaltung 4.0 wollen wir bestehende Prozesse im Aufgabenspektrum der Feuerwehr und des Rettungsdiensts digitalisieren und so einen Mehrwert generieren.“

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