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Die Lage überblicken – noch bevor die Einsatzkräfte vor Ort sind

Es ist 21 Uhr, das Stadtfest ist im vollen Gange. Tausende Besucher, Zelte, Essensstände, Karussells verteilen sich auf dem großen Festplatz. Die nahenden schwarzen Wolken nimmt kaum jemand wahr. Der Orkan trifft die Menschenmenge völlig unvorbereitet. Er reißt Zelte mit sich, wirbelt Gegenstände herum. Der Strom fällt aus, Panik bricht aus, niemand überblickt die Zahl der Verletzten.

„Bei solchen Großschadenslagen, die sich über eine größere Fläche verteilen, können wir kaum das Ausmaß der Lage erfassen“, sagt Frank Hachemer, Präsident des Landesfeuerwehrverbands Rheinland-Pfalz. „Erkundungen sind aufwändig und langwierig, so dass erst mit großem Zeitverzug ein ausreichendes Lagebild vorliegt und wir erst spät Strategien zur Schadensbewältigung erarbeiten können.“

Alle verfügbaren Informationen werden zentral gesammelt und aggregiert

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik und dem Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz erforschte VOMATEC daher eine Systemlösung, mit der die Zeit zwischen dem Schadensereignis und den ersten zielgerichteten Rettungsmaßnahmen verkürzt werden soll. Durch die Anbindung verschiedener Quellen wird eine zentrale Datenbasis geschaffen. Darin fließen institutionelle Daten und solche aus öffentlich zugänglichen Quellen ein, beispielsweise Einwohnerzahlen in betroffenen Gebieten, Besucherzahlen oder Events aus Sozialen Medien.

„Diese Daten untersucht das System dann auf einsatzrelevante Zusammenhänge. Sie werden miteinander in Verbindung gebracht, um Maßnahmenvorschläge unterschiedlicher Priorisierung zu generieren und damit den beteiligten Akteuren sinnvolle Hinweise zu geben, die sie als Entscheidungsgrundlage nutzen können – noch bevor die Einsatzkräfte die Lage vor Ort umfangreich erkundet haben“, so Dr. Stephan Heuer, Geschäftsführer und Forschungsleiter bei VOMATEC. Einzelne, kurz aufeinanderfolgende Einsätze und alle verfügbaren und am Einsatz beteiligten Fahrzeuge werden in einer Karte angezeigt. Über verschiedene Kartendienste lassen sich zum Beispiel Naturschutz- oder Überschwemmungsgebiete, Stromleitungen oder Webcams einblenden. Das System kann also das vorhandene Einsatzmanagementsystem ergänzen und Disponenten, Einsatz- und Führungskräfte vor Ort unterstützen. Abstimmungen reduzieren sich, Lageerkundungen laufen schneller ab, die notwendigen Rettungsmittel und Ressourcen stehen frühzeitig für den Einsatz vor Ort zur Verfügung.

„Einsatz- und Führungskräften wollen wir intelligente Instrumente und zuverlässige Strategien an die Hand geben, mit denen sie Großschadensereignisse besser und schneller bewältigen können“, so Heuer zum Ziel des Forschungsprojekts.

Am Forschungsprojekt PROMPT arbeiteten VOMATEC aus Bad Kreuznach, das Ernst-Mach-Institut des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik (EMI), der Landesfeuerwehrverband, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH aus Duisburg und das Polizeipräsidium Westpfalz aus Kaiserslautern.

Gefördert hat das drei Jahre dauernde Projekt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“.

Eine Kurzbeschreibung zum Forschungsprojekt PROMPT (Programmatische Auswahl von Sofortmaßnahmen für die Einsatzdisposition bei Großschadensereig­nissen) findet sich unter: https://www.sifo.de/files/Projektumriss_PROMPT.pdf

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